Alfred Maydorns tägliche Analyse – klar, konkret, kontrovers

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Kauf im Mai und bleib dabei!

BYD – jetzt oder nie!

Montag, 30.04.2018

Alfred Maydorn, Chefredakteur

 

Liebe Leser,

morgen beginnt der Mai (gewagte Prognose…). Und damit tritt eine der wohl bekanntesten Börsenregeln in Kraft: „Sell in may and go away. But remember to come back in September“. Mit dem Mai beginnen die statistisch schwachen Börsenmonate, insofern sollte man also Anfang Mai seine Aktien verkaufen und erst Ende August wieder einsteigen. Einige Experten raten sogar dazu, auch die Monate September und Oktober noch ohne Aktien zu bleiben, weil ja insbesondere der Oktober als Crash-Monat (1929,1987) gilt und auch in der Finanzkrise im Jahr 2008 mit einem Minus von 15 Prozent ein echter Horrormonat war.

 

Ist der Sommer wirklich so schlecht für Aktien?

Zweifellos waren es vor allem diese außerordentlich schlechten Jahre, die dazu geführt haben, dass die Performance der Monate November bis April deutlich besser ist als die Zeit von Anfang Mai bis Ende Oktober. In den zurückliegenden 50 Jahren haben US-Aktien in den Wintermonaten durchschnittlich um 6,5 Prozent zugelegt, im Sommer dagegen um lediglich etwas mehr als ein Prozent. Aber immerhin, war es ein PLUS von einem Prozent und kein Minus, insofern wäre es auch langfristig besser gewesen, seine Aktien nicht im Mai zu verkaufen, sondern einfach durchzuhalten.

 

Die letzten 5 Jahre zeigen ein anderes Bild

Und wenn man nur auf die zurückliegenden fünf Jahre blickt, wäre es sogar ein schwerer Fehler gewesen, seine Aktien im Mai zu verkaufen, denn dann hätte man einen Anstieg um durchschnittlich 5,5 Prozent verpasst. Tatsächlich ließ sich seit 2013 in den Sommermonaten sogar etwas mehr verdienen als im Winter, dort waren es „nur“ etwas über fünf Prozent. Vor allem im zurückliegenden Jahr wäre es geradezu töricht gewesen, seine Aktien Anfang Mai zu verkaufen. Denn von Anfang Mai bis Ende Oktober 2017 stieg der Dow Jones um knapp 12 Prozent, der DAX legte um immerhin 6,4 Prozent zu. Und wer im „Nach-Finanzkrisenjahr“ 2008 von Mai bis Oktober nicht dabei war, hat beim DAX über den Sommer sogar 15 Prozent verpasst.

 

Und die zurückliegenden sechs Monate waren jetzt nicht so überragend, als dass man jetzt irgendwelche Gewinne sichern müsste. Im Gegenteil, seit Anfang November 2017 hat der DAX nämlich sogar um fast fünf Prozent nachgegeben, der Dow Jones notiert nahezu unverändert.

 

Vielleicht dreht sich die Sell-in-May-Regel gerade ins Gegenteil um und wir sehen auch in diesem Jahr wieder schöne Zugewinne in den Sommermonaten. Ich jedenfalls würde aktuell keine einzige Aktie hergeben. Im Gegenteil, meine Devise heißt: „Kauf im Mai und bleib dabei!“

 

Kaufchance BYD

Und wenn Sie noch eine Aktie brauchen, die gerade günstig zu haben ist, dann sollten Sie sich BYD (WKN A0M4W9) ansehen. Schwache Q1-Zahlen und ein gedämpfter Q2-Ausblick infolge rückläufiger E-Auto-Subventionen in China drücken die Aktie gerade auf deutlich unter 6 Euro. Die langfristigen Perspektiven sind aber unverändert gut, insofern sind diese Kurse durchaus eine interessante Kaufgelegenheit in den weltweit führenden Verkäufer von Elektro-Autos und Bussen. Zudem sollte das hochprofitable Monorail-Geschäft ab dem zweiten Halbjahr so richtig Fahrt aufnehmen.

 

BYD, in HKD


Viele Grüße und viel Erfolg,

Ihr Alfred Maydorn

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