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Hört endlich auf rumzunÖlen!

20.01.2016

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Alfred Maydorn, Chefredakteur

 

Liebe Leser,

kaum hat sich mit China ein Belastungsfaktor für die Finanzmärkte zumindest spürbar abgeschwächt, da rückt einfach ein weiterer verstärkt in den Fokus. Der erneut fallende Ölpreis war es, der gestern dafür gesorgt hat, dass sich das ordentliche Plus an der Wall Street wieder in Luft aufgelöst hat und dass die asiatischen Märkte heute früh erneut schwer unter Druck geraten sind. Der DAX schließt sich dem neuen Negativ-Szenario geradezu dankend an und stürzt im vorbörslichen Handel auf nur noch 9.400 Punkte und damit auf ein neues Jahrestief.

 

Weltweite Öl-Flut

Der Preis für ein Barrel WTI-Öl ist gestern zeitweise unter 29 Dollar gefallen, der niedrigste Stand seit 2003. Der Grund für die erneute Schwäche ist der gleiche wie der von vorgestern, vorvorgestern und in der vergangenen Woche: ein massives Überangebot an Öl. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Denn die meisten Produzenten werden ihr Angebot bei weiter fallenden Preisen nicht zurückfahren sondern eher noch ausbauen. Nicht weil sie scharf auf Verluste sind, sondern weil sie einfach den Cashflow brauchen und bei tieferen Preisen einfach noch mehr verkaufen müssen. Auf der anderen Seite ist trotz der fallenden Preise nicht mit einer signifikanten Steigerung der Nachfrage zu rechnen. Oder fahren Sie aufgrund der gefallenen Benzinpreise jetzt unnötige Strecken rein zum Vergnügen mit ihrem Auto? Eher nicht, aber Sie haben beim Tanken ein Lächeln auf den Lippen und können das gesparte Gels Geld für andere Dinge ausgeben. Und das können Milliarden Autofahrer auf der ganzen Welt – und tausende Unternehmen sparen ebenfalls sehr viel Geld und können es anderweitig investieren. Und was ist daran so schlecht?

 

Gewinner und Verlierer

Es wird gern argumentiert, dass der fallende Ölpreis auf eine schwache Konjunktur hinweist. Aber das gilt nur, wenn er durch eine Nachfrageschwäche zustande kommt. Aber wir haben keine schwache Nachfrage, sondern ein immer weiter wachsendes Angebot. Jetzt kommt auch noch der Iran dazu, der übrigens dank der sehr niedrigen Förderkosten auch bei Ölpreisen von zehn Dollar pro Barrel noch gutes Geld verdient. Na dann Vollgas!

 

Das sieht in vielen anderen Ländern, allen voran in den USA und Russland, ganz anders aus. Sie zahlen beim aktuellen Ölpreis kräftig drauf, der Fracking-Industrie steht eine Pleitewelle bevor und in Russland ist der Staatshaushalt in Gefahr. Das ist nicht schön, es sind aber im Vergleich zum volkswirtschaftlichen Nutzen dank des niedrigen Ölpreises wirklich zu vernachlässigende Probleme.

 

DAX auf 6.700 Punkte?

Ich kann mich noch gut dran erinnern, als der Ölpreis in den 1990er-Jahren von gut zehn auf 20 Dollar gestiegen war und es hieß: Bei 30 Dollar pro Barrel bricht die Weltwirtschaft zusammen. Jetzt sollen 30 Dollar auf einmal zu wenig sein? Das verstehe wer will, ich nicht. Und auch immer mehr Analysten wundern sich, dass Öl und Aktien sich in einem nicht enden wollenden Parallel-Sturzflug befinden. Wenn das so weit geht und Öl tatsächlich auf nur noch 20 Dollar fällt, dann stünde der DAX bei nur noch 6.700 Punkten. Schöne Aussichten!

 

Bleibt zu hoffen, dass diese sinnlose Korrelation irgendwann ein Ende hat und sich der Aktienmarkt vom Ölpreis abkoppeln kann. Also, hört auf rumzunölen und kauft Aktien!

 

Viele Grüße und viel Erfolg

Ihr Alfred Maydorn

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