Alfred Maydorns tägliche Analyse – klar, konkret, kontrovers

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Merkel-Effekt treibt DAX auf Allzeithoch

Montag, 15.05.2017

Alfred Maydorn, Chefredakteur

 

Liebe Leser,

politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine – und mit Verlaub, die Beine von Frau Merkel sind sicherlich nicht die längsten. Dennoch reichen sie aus, um den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn auf ein neues Allzeit-Hoch zu treiben. Denn wenn es einen großen Gewinner der NRW-Wahl gibt, dann ist es die Bundeskanzlerin. Klar hat nicht sie die Wahl in NRW gewonnen sondern Herr Laschet, aber Merkel hat in den vergangenen Monaten einmal mehr ihre größte Qualität unter Beweis gestellt: Ihre geradezu stoische Unaufgeregtheit.

 

Statt in Anbetracht der zeitweise schlechten Umfragewerte und des vielzitierten Schulz-Effekts in Hektik zu verfallen, hat  Angela Merkel genau das getan, was sie am besten kann: Nichts. Sie hat einfach weitergemacht wie bisher und abgewartet bis sich der Schulz-Effekt von selbst auflöst. Das hat er nun, sogar in seinem eigenen Wahlkreis in Würselen musste die SPD im Vergleich zur Landtagswahl 2012 Stimmenverluste hinnehmen.

 

Wetten?

Wären in der kommenden Woche Bundestagswahlen, wäre die SPD absolut chancenlos. Zwar können sich, wie die jüngsten Erfahrungen gezeigt haben, politische Stimmungen sehr schnell ändern, aber es müsste schon etwas wirklich Gravierendes passieren, damit die Schulz-SPD die Kanzlerin den nächsten vier Monaten noch irgendwie in Gefahr bringen kann. Darauf zu wetten, dass Frau Merkel die Bundestagswahl im September nicht gewinnt ist in etwa so, als würde man darauf setzen, dass Bayern München in der kommenden Saison nicht Deutscher Meister wird.

 

Idealbesetzung Angela Merkel

Zurück zur Börse: Dass der DAX heute auf ein neues Allzeithoch steigt, ist vor allem der sich jetzt verfestigten Einschätzung zu verdanken, dass Frau Merkel Kanzlerin bleibt. Auch wenn natürlich nicht jeder Börsianer ein Merkel-Fan ist, so hat sie doch exakt die Eigenschaften, die an der Börse gefragt sind: Beständigkeit, Ruhe, Pragmatismus. Die Börse will vor allem eines von der Politik: Nicht von ihr gestört werden – und da ist Angela Merkel durchaus die Idealbesetzung.

 

Kurze Beine, kurze Feier

Für die Börsianer ist die Bundestagswahl mit dem gestrigen Wahlausgang so gut wie abgehakt. Aber lange wird das den Markt nicht antreiben. Heute wird gefeiert, ab morgen stehen wieder andere Themen auf der Agenda. So ist das eben, mit den kurzen Beinen an der Börse. Aber in Anbetracht der sehr gut laufenden Ergebnissaison, den guten Konjunkturdaten und den anhalten niedrigen Zinsen muss man sich um weitere Kurssteigerungen bei deutschen Aktien wohl wenig Sorgen machen.


Viele Grüße und viel Erfolg,

Ihr Alfred Maydorn

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