Alfred Maydorns tägliche Analyse – klar, konkret, kontrovers

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Warum der DAX auf 17.642 Punkte steigt – und die Commerzbank ein Kauf ist

Montag, 09.10.2017

Alfred Maydorn, Chefredakteur

 

Liebe Leser,

natürlich fragen Sie sich vollkommen zu Recht, wie ich auf ein DAX-Ziel von 17.642 Punkten komme. Genau genommen handelt es sich gar nicht um ein Ziel, sondern eigentlich müsste der DAX heute schon bei 17.642 Punkten notieren.

 

Nein, ich habe weder getrunken, noch habe ich heute auf dem Weg ins Büro meinen Verstand verloren. Vielmehr habe ich ganz einfach drei Zahlen in meinen Taschenrechner eingegeben und der hat mit dann den „fairen Wert“ des DAX angezeigt. Die Rechnung war ein Dreisatz: 13.000 geteilt durch 14 mal 19 – macht exakt 17.642. Dabei ist 13.000 das aktuelle DAX-Niveau, 14 das aktuelle DAX-KGV und 19 das durchschnittliche DAX-KGV der vergangenen 30 Jahre.

 

20.500 Punkte?

Würde man den DAX heute mit dem Durchschnitts-KGV der letzten 35 Jahre bewerten, dann müsste er also bei 17.642 stehen. Und dann wäre der Markt eigentlich erst „normal“ bewertet. Es gab auch Zeiten, da wurden deutsche Aktien mit dem 30fachen ihrer Gewinne bewertet. Bei einem KGV von 30 stünde der DAX übrigens bei 20.500 Punkten.

 

Das wäre vielleicht dann doch etwas zu viel des Guten, aber tatsächlich rechtfertigt das anhaltend niedrige Zinsniveau eigentlich Bewertungen, die über dem Durchschnitt, also über 19 liegen. Und so sind die 17.642 DAX-Punkte eher als Untergrenze zu sehen.

 

Banken starten die Ergebnis-Saison

Jetzt gilt es für den DAX aber zunächst einmal, über die 13.000 zu kommen. Diese Hürde stellt sich doch als hartnäckiger heraus als gedacht, zumal man ja eigentlich nach dem Erreichen eines neuen Rekordniveaus mit Anschlusskäufen hätte rechnen können. Aber die Woche hat ja gerade erst begonnen – und im weiteren Verlauf kommen aus den USA die ersten Zahlen der neuen Ergebnis-Saison. Am Donnerstag melden die Citigroup und JPMorgan ihrer Q3-Zahlen, am Freitag folgen dann die Bank of America und Wells Fargo.

 

Commerzbank vor Kurssprung

Die Erwartungshaltung bei den Ergebnissen der Banken ist relativ niedrig, entsprechend groß ist das Überraschungspotenzial. Sollten die Zahlen klar über den Prognosen liegen, wird das nicht nur die Kurse der US-Banken beflügeln. Insofern ist es vielleicht keine schlechte Idee, sich ein paar Aktien der Commerzbank ins Depot zu legen. Mit etwas Rückenwind aus den USA sollte der Aktie der Sprung über das Jahreshoch bei 11,75 Euro gelingen.

 

Commerzbank, in Euro


Viele Grüße und viel Erfolg,

Ihr Alfred Maydorn

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