Alfred Maydorns tägliche Analyse – klar, konkret, kontrovers

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Einmal komplett durchgecheckt:

Der Bullenmarkt lebt! Es geht ihm gut!

Montag, 14.01.2019

Alfred Maydorn, Chefredakteur

 

Liebe Leser,

ist es nur eine etwas größere Korrektur oder doch das Ende des seit 2009 laufenden Bullenmarktes? Nicht nur die Privatanleger sind verunsichert, auch die Profis sind sich uneins, wie es in diesem Jahr mit den Aktienmärkten weitergeht. Sowohl die Bären als auch die Bullen haben für ihre Position mehr oder weniger gute Argumente – wobei natürlich je nach grundsätzlicher Einstellung manche Faktoren mehr und andere weniger berücksichtigt werden.

 

Bärenmarkt-Checkliste

Insofern wäre es doch prima, wenn es eine vollkommen objektive Einschätzung der aktuellen Situation geben würde. Praktisch eine Checkliste, in der die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Aktienmarkt analysiert werden. Von wegen „wäre prima“, eine solcher Liste gibt es tatsächlich. Die Experten der Citigrup haben eine „Bärenmarkt-Checkliste“ mit insgesamt 18 Faktoren zusammengestellt, die auf einen Bärenmarkt hindeuten. Je mehr dieser Faktoren erfüllt sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Bullenmarkt vorbei ist und die Bären das Ruder übernommen haben. Auf der Citi-Checkliste werden so ziemlich alle für Aktien wichtigen Punkte berücksichtigt, unter anderem die Bewertungen von Aktien, das Marktsentiment, die Gewinnsituation oder das Zinsumfeld.

 

Die Bärenmarkt-Checkliste der Citigroup:

 

 

Volltreffer bei Internetblase und Finanzkrise

Die Checkliste der Citigroup hat sich in der Vergangenheit durchaus bewährt. Im März 2000, also unmittelbar vor dem Platzen der Internetblase und dem Beginn des rund dreijährigen Börsenmarktes, waren 17,5 der 18 Bärenmarkt-Faktoren erfüllt (einen halben Punkt gibt es, wenn ein Faktor zumindest ein bedenkliches Niveau erreicht hat). Im Oktober 2007 waren es immerhin 13 der 18 Parameter, die auf einen Bärenmarkt hindeuteten. Und der kam dann ja auch ein Jahr später in Form der Finanzkrise.

 

Bullenmarkt – er lebt noch

Im Vergleich zu dazu gibt sich die Bärenmarkt-Checkliste aktuell nahezu „unbefleckt“. Es ist nur einen Faktor wirklich negativ (die Nettoverschuldung der Unternehmen), lediglich fünf weitere werden mit „bedenklich“ eingestuft. Unter dem Strich macht das also lediglich 3,5 von 18 möglichen Bärenmarktpunkten. Und auch zum Zeitpunkt des im September erreichten Allzeithochs am US-Aktienmarkte war es nur ein halber Punkt mehr, also 4,0 von 18 Bärenmarktpunkten.

 

Die Citigroup zieht die Konsequenzen aus diesem Ergebnis. Sie rät dazu, den jüngsten Rücksetzer am Aktienmarkt zum Kauf zu nutzen („Buy the dip“). Auch wenn die Erträge zukünftig geringer ausfielen und die Volatilität hoch bliebe, der Bullenmarkt sei noch nicht zu Ende, es gehe ihm sogar ganz gut.


Viele Grüße und viel Erfolg,

Ihr Alfred Maydorn

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