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Bayer-Monsanto-Deal platzt – Aktie vor Kursexplosion

Mittwoch, 08.06.2016

Alfred Maydorn, Chefredakteur

 

Liebe Leser,

es ist ruhig geworden um Bayer und Monsanto. Nach der Ablehnung des Übernahmeangebots von Bayer für Monsanto und der prompt folgenden Ablehnung kurz danach gab es nichts wirklich Neues von der größten Übernahme in der deutschen Unternehmensgeschichte. Im Raum steht weiterhin eine mögliche Aufstockung des Kaufpreises, aber auch eine komplette Absage des 55-Milliarden-Euro-Deals. Aber mittlerweile zeichnet sich immer mehr ab, welche dieser beiden Varianten die wahrscheinlichere ist.

 

Auf den Kurs kommt es an

Der verlässlichste Indikator bei offenen Entscheidungen und zukünftigen Entwicklungen ist dabei nicht sonderloch schwer zu ermitteln. Im Gegenteil, er lässt sich ganz einfach von jedermann ablesen. Es ist der Börsenkurs oder besser gesagt die Börsenkurse der beiden beteiligten Unternehmen. Vor allem geht es um den Kurs von Monsanto. Bayer hat 122 Dollar pro Aktie geboten und in der Regel nähern sich die Kurse von Übernahmezielen zumindest dem Angebot an – sofern der Markt denn daran glaubt. Aber die Aktie von Monsanto erreichte in den Tagen nach der Vorlage des Angebots lediglich Kurse von maximal 112 Dollar und ist in den vergangenen Tagen immer weiter abgerutscht. Gestern kostete ein Anteilschein von Monsanto nur noch 107,40 Dollar.

 

Monsanto, in US-Dollar

 

 

Ein so großer Abstand zu einem öffentlich ausgerufenen Übernahmepreis kommt eigentlich nur dann vor, wenn die Marktteilnehmer nicht an einen Deal glauben. Und sie glauben schon gar nicht an eine Aufstockung des Angebotes, denn dann müsste der Kurse von Monsanto eigentlich sogar über dem offiziellen Angebot von 122 Dollar liegen. Auch das hat es bei vorangegangenen Übernahmen schon oft gegeben.

 

Monsanto runter, Bayer rauf

Aber auch die jüngste Entwicklung der Bayer-Aktie deutet auf ein Platzen des Übernahme-Deals hin. Sie war ja mit Beginn der ersten Spekulationen einer möglichen Monsanto-Übernahme unter Druck gekommen und dann bei der Vorlage des konkreten Angebots bis auf nur noch 84 Euro durchgesackt. Die meisten Anleger waren und sind von einer Monsanto-Übernahme alles andere begeistert, vor allem der hohe Kaufpreis und das miese Image von Monsanto stießen unangenehm auf. Aber seit einigen Tagen zieht die Bayer-Aktie wieder an, sie notiert aktuell schon wieder bei 92 Euro, immerhin fast zehn Prozent über ihrem Tiefststand.

 

Wenn schon allein die sinkende Wahrscheinlichkeit einer Monsanto-Übernahme den Bayer-Kurs kräftig steigen lässt, dann ist es unschwer, sich auszumalen, was bei einer endgültigen Absage los ist. Der Kurs der Bayer-Aktie würde vermutlich in Richtung 100 Euro und vielleicht sogar darüber steigen – und das in kurzer, vermutlich sogar sehr kurzer Zeit.

 

Doppelte Chance, geringes Risiko

Also, wer die historischen Kaufpreise von unter 90 Euro nicht genutzt hat, der kann sich durchaus auch noch bei 92 Euro ein paar Bayer-Aktien schnappen. Neben den langfristig guten Perspektiven gibt es jetzt zusätzlich noch die Chance auf schnelle zehn Prozent. Und was, wenn es doch ganz anders kommt und Bayer das Angebot für Monsanto sogar erhöhen sollte? Dann wird die Bayer-Aktie vermutlich wieder unter 90 Euro rutschen, die kurzfristige Spekulation ist geplatzt und es wird etwas länger dauern bis die 100 Euro wieder erreicht werden. Aber die Wahrscheinlichkeit einer Nachbesserung des Angebots sinkt mit jedem Tag der verstreicht und liegt vermutlich schon bei unter zehn Prozent.

 

Lithium-Aktien weiter im Aufwind

Noch kurz ein paar Worte zum Lithium-Boom. Er setzt sich fort, die Aktie von Orocobre hat heute früh in Australien um weitere 5 Prozent zugelegt und ein neues Allzeithoch erreicht. Davon ist Pure Energy Minerals (WKN A111EG) noch ein ganzes Stück entfernt, aber genau hier liegt ja auch die große Chance. Aktuell notiert das Papier mit 0,49 Euro nur noch knapp unter dem Kauflimit von 0,50 Euro. Das Kurspotenzial bis zum Jahreshoch bei 0,81 Euro beläuft sich auf satte 62 Prozent. Aber wie das Besipiel Orocobre zeigt, muss da noch lange nicht Schluss sein. 

 

Viele Grüße und viel Erfolg,

Ihr Alfred Maydorn

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